Tarifvertrag ig bce lohntabelle

Der neue Tarifvertrag in der chemischen Industrie steht. Die IG BCE konnte ein zukunftsfähiges Arbeitszeitkonto und eine arbeitgeberfinanzierte Pflegeversicherung erreichen. 2. April 2015Die deutsche Tochtergesellschaft IG BCE und der Chemiearbeitgeberverband haben nach einer langen vierten Abschlusssitzung am 26./27. März in Stuttgart einen branchenweiten Tarifvertrag für die chemische Industrie abgeschlossen. Der Abschluss dieses Abkommens war ein langwieriger Prozess, bei dem Die Menschen auf die Straße gingen, um ihre Unterstützung für die IG BCE zu zeigen. IndustriALL beglückwünscht den neuen Tarifvertrag, der das Ergebnis solider Arbeitsbeziehungen ist. Die 580.000 Beschäftigten in der deutschen Chemie- und Pharmaindustrie erhalten künftig mehr Geld und eine neue arbeitgeberfinanzierte Pflegeversicherung. Darauf haben sich die Gewerkschaft IG Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) und der Bundesverband der Arbeitgeberverbände Chemie (BAVC) in ihren Tarifverhandlungen geeinigt.

So werden die Löhne ab Juli 2020 um 1,5 Prozent steigen. Ab Juli 2021 sollen die Gehälter für neun Monate um weitere 1,3 Prozent steigen, wie beide Seiten in Wiesbaden mitteilten. Für das erste Halbjahr 2020 sollten einmalige Zahlungen erfolgen. Die Arbeitgeber haben sich mit einer langen Laufzeit von bis zu 29 Monaten zusammengesitzen, die spätestens im März 2022 endet. Sie sprachen auch von leeren Monaten für 2019. “Mit einer außerordentlich langen Lebensdauer und sehr moderaten Gebührenerhöhungen konnten wir unsere wichtigsten Ziele erreichen”, sagte BAVC-Verhandlungsführer Georg Müller. Mit dem längsten Lauf seit 1987 gibt die Vereinbarung Unternehmen eine lange Planungssicherheit. Angesichts der unterschiedlichen Ausgangspunkte hatten die sektorweiten Verhandlungen schwierige Zeiten und erforderten vier getrennte Sitzungen, bevor die Sozialpartner schließlich zu einem akzeptablen Abschluss kamen. Rund 100.000 Menschen gingen Anfang März auf die Straße, um ihr Engagement für Lohnerhöhungen und bessere Arbeitsbedingungen zu demonstrieren. Die IG BCE, die zuvor “spürbare” Lohnerhöhungen über der Inflation gefordert hatte, musste sich nun mit moderaten Erhöhungen begnügen. Dafür hat die Gewerkschaft die Zusatzkrankenversicherung durchgesetzt, die laut IG BCE im Juli 2021 gegründet wird. Die Arbeitgeber zahlen die Prämie für Arbeitnehmer mit mehr als sechsmonatiger Beschäftigung.

Bei einer Langzeitpflege hat die Politik ihren Preis. Bei der Pflege erhält der Versicherte 300 Euro pro Monat für die ambulante Behandlung und 1000 Euro pro Monat für die stationäre Versorgung. Die Versicherung kann privat erhöht oder auf Familienmitglieder ausgedehnt werden. Die IG BCE sprach von einer bundesweit einmaligen Regelung. Wir haben in der chemischen Industrie einmal mehr gezeigt, dass eine starke Gewerkschaft nachhaltige Ergebnisse für die Arbeitnehmer erzielt. Wir haben uns nicht nur um ein deutliches Einkommenswachstum in einem schwierigen Gesamtumfeld gekümmert, sondern auch die demographischen Zulagen in diesem Tarifvertrag aktualisiert und gestärkt. Das ist wichtig für die Menschen und die Industrie; dies ist eine echte Investition in die Zukunft. Die Inflationsrate in Deutschland lag 2014 bei 0,9 Prozent. Anfang des Jahres schloss die IG BCE einen Tarifvertrag für 13.000 Steinkohlenbergleute auf der Ebene von 3,6 Prozent und einer einmaligen Pauschale von 600 Euro, während die Gewerkschaft kürzlich eine Lohnerhöhung von 5 Prozent für 50.000 Beschäftigte in 150 Papierunternehmen für einen Zeitraum von 12 Monaten erzielte. Die Vereinbarung betrifft große multinationale Unternehmen wie BASF, Evonik, Bayer, Dow Chemical und LyondellBasell in Deutschland, dem größten Chemieproduzierenden Land Europas.

Die neue Vereinbarung, die 550.000 Beschäftigte in 1900 Unternehmen in der gesamten Branche abdeckt, bringt eine Erhöhung der Löhne um 2,8 Prozent für einen Zeitraum von 17 Monaten und eine fast Verdoppelung der Arbeitgeberbeiträge zum “Demographischen Fonds” des Sektors über 24 Monate.

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