Tarifvertrag für friseure urlaub

In Dänemark wird der Mindestlohn durch Tarifverträge auf Branchenebene festgelegt. Es gibt weder einen gesetzlichen nationalen Mindestlohn noch einen einheitlichen nationalen Mindestlohn, der tarifvertraglich festgelegt ist. So werden Mindestlöhne nur von den Sozialpartnern auf sektorweiter Ebene festgelegt. Überstunden sind tarifvertraglich geregelt. Überstunden zu arbeiten bedeutet, mehr als die wöchentliche vereinbarte Arbeitszeit zu arbeiten, da ein gewisses Maß an höherer Gewalt besteht. Überstunden werden entweder nach der Tageszeit für die zusätzliche Arbeit bezahlt, oder sie können als Auszeit anstelle genommen werden. Letzteres setzt sich im öffentlichen Sektor durch, wo bezahlte Überstunden selten sind. Politiker und Sozialpartner beurteilten dreiseitige Verhandlungen sehr lange als tot. Im Jahr 2016 eröffnete Ministerpräsident Lars Lakke Rasmussen jedoch neue Dreierverhandlungen, diesmal mit einer neuen Strategie. Anstatt alle zu verhandelnden Themen in einem Paket zu präsentieren, wie es die Sozialdemokraten (letztlich erfolglos) getan hatten, teilte er die Verhandlungen in drei Teile auf. Wenn einer scheiterte, gab es noch zwei andere zu verhandeln. So haben die Regierung und die Sozialpartner auf höchster Ebene im Frühjahr 2016 Verhandlungen darüber aufgenommen, wie eine schnellere Integration der großen Zahl von Flüchtlingen aus Syrien, unter anderem aus Ländern, die über Deutschland nach Dänemark kamen, erreicht werden kann.

Die Verhandlungen waren erfolgreich und führten eine besondere Zuwanderungsleistung ein. Die beiden folgenden dreiseitigen Verhandlungen endeten auch in einer Vereinbarung, die letzte Ende 2017. Die letzten beiden Abkommen befliederten sich mit Erwachsenen- und Weiterbildung und der Einbeziehung von mehr jungen Menschen in eine Lehrlingsausbildung. So erwies sich diese “Fließband”-Strategie – Themen in unterschiedliche Stufen zu brechen – als erfolgreich und dreiseitige Verhandlungen haben überlebt. Die Verflechtung zwischen der zentralen (d. h. sektoralen) Ebene und der lokalen/betrieblichen Ebene wird durch das Lohnsystem in diesem Sektor bestimmt. Im so genannten Mindestlohnbereich (der 85 %) umfasst, wird nur die Mindestlohnerhöhung auf zentraler Ebene geregelt, während die tatsächlichen Lohnerhöhungen auf betrieblicher Ebene ausgehandelt werden.

So spiegelt der in den Branchenvereinbarungen festgelegte Mindestlohn kaum das Reallohnniveau in den Unternehmen wider. Die Löhne können sich jedoch auch je nach Branche oder Marktsituation des Unternehmens ändern. Die restlichen 15 % des Arbeitsmarktes werden durch ein normales Lohnsystem abgedeckt, in dem alle wichtigen Fragen wie die Löhne nur auf zentraler Ebene geregelt werden. Das normallohnsystem ist vor allem mit dem Verkehrssektor verbunden. Im öffentlichen Sektor finden die Verhandlungen meist auf zentraler Ebene zwischen den Behörden und den großen Tarifkoalitionen der Gewerkschaften des öffentlichen Sektors statt, und nur ein kleiner Teil der Vereinbarungen muss auf organisatorischer Ebene zwischen den Behörden und den Gewerkschaften abgewickelt werden.

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